„Deutliche Wachstumsimpulse lassen uns handeln“
Die deutsche TARTLER Group baut die Kapazitäten ihrer Unternehmen massiv aus
Mit Investitionen in Millionenhöhe treibt die deutsche TARTLER Group derzeit den Kapazitätsausbau der beiden Unternehmen ZT Odenwald und TARTLER India in erheblichem Umfang aus. Während am Stammsitz Michelstadt zwei neue Produktionshallen für die spangebende Fertigung hochpräziser Bauteile aus Metall entstehen, startet im indischen Ahmedabad die Inbetriebnahme eines 500 Quadratmeter großen Gebäudekomplexes zur Endmontage von Dosier- und Mischanlagen für die Kunstharz-Verarbeitung.
Michelstadt, März 2026. – „Der indische Markt zeigt aktuell wachsendes Interesse an unseren Standardmaschinen, und insbesondere nach der ISO 9001-Zertifizierung verspürt unsere Unternehmenstochter ZT Odenwald eine steigende Nachfrage nach Präzisionsbauteilen von Kunden aus der EU. Diese Wachstumsimpulse lassen uns handeln“, sagt Udo Tartler, geschäftsführender Inhaber der TARTLER Group. Konkret bedeutet das: In unmittelbarer Nähe des Stammwerks in Michelstadt werden derzeit zwei neue Hallen mit je 460 Quadratmeter Nutzfläche für ZT Odenwald aus dem Boden gestampft, in denen Mitte 2026 mehrere neue Dreh-Fräszentren und hochautomatisierte, KI-gestützte Produktionslinien zur Serienfertigung hochgenauer Metallbauteile installiert werden. Das Investitionsvolumen liegt hier bei etwa 3,5 Millionen Euro. Bereits vollzogen ist der Umzug von TARTLER India von Vadodara in größere Gebäude in Ahmedabad. Von dort aus wird man die regionalen Märkte künftig mit einsatzfertig montierten Standardmaschinen für die Kunstharz-Verarbeitung versorgen. „Wie die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben, führen unsere Aktivitäten im indopazifischen Raum unmittelbar auch zu Auslastungs- und Wachstumseffekten für die Stammgesellschaft und die anderen Unternehmen der Gruppe“, erläutert Udo Tartler.
Fertigungsexzellenz in der Zerspanungstechnik
ZT Odenwald hat sich insbesondere mit der Realisierung komplexer Bauteile, die hohen Ansprüchen an die geometrische Genauigkeit erfüllen müssen, einen Namen gemacht. Vor elf Jahren als weiteres Mitglied der TARTLER Group an den Start gegangen, konnte sich das Unternehmen rasch als Spezialist für hochpräzise Zerspanungsteile etablieren. Seitdem gewinnt es zunehmend an Attraktivität für die Baugruppen- und Systemhersteller in Hydraulik, Lebensmitteltechnik, Luftfahrtindustrie und anderen Branchen. In 2023 erfolgte die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 und dieses Jahr werden mehrere neue Drehmaschinen, ein neues Dreh-Fräszentrum mit angebundener Automation sowie ein hochpräzises Messsystem zur hauptzeitparallelen, mikrometergenauen Voreinstellung von Werkzeugen in Betrieb genommen. Aktuell deckt das Portfolio von ZT Odenwald die Konstruktion und Fertigung von Prototypen, Vorserien und Serienteilen aus allen gängigen Metallen ab. Der Fokus liegt bislang auf Einzelstücken sowie kleinen und mittleren Losgrößen. Für viele Kunden im europäischen Maschinen-, Anlagen- und Apparatebau übernimmt man zudem die Laserkennzeichnung. “In den neuen Hallen und mit den neuen, hochautomatisierten Fertigungslinien wird das Unternehmen zukünftig auch Großserien realisieren können”, berichtet Udo Tartler.
Standardlösungen für Indien
Um näher an seine in Indien ansässigen Kunden im Automobilbau, in der Elektrotechnik, im Werkzeugbau und in der Windkrafttechnik heranzurücken, ist TARTLER mit seinen Dosier-, Misch- und Entgasungsanlagen für die Kunstharz-Verarbeitung schon seit 2022 mit Standorten in Vadodara (Bundesstaat Gujarat) und Chennai (Golf von Bengalen) präsent. Basierend auf den schon seit vielen Jahren bestehenden Kundenkontakten widmete sich TARTLER India zunächst dem Vertrieb, dem Service und der Anlagenkonfiguration. Mit dem kürzlich vollzogenen Umzug in größere Gebäude im Industriegebiet von Ahmedabad geht nun auch der Aufbau von Kapazitäten für die Endmontage von Standardmaschinen einher. „Wir werden unsere wachsende Kundschaft im indopazifischen Raum also schon bald mit Dosier- und Mischanlagen unserer Baureihen Nodopur und Nodopox sowie den ersten Entgasungs- und Abfüllstationen vom Typ TAVA F beliefern. Die gesamte Entwicklung sowie die Komponenten- und Teilefertigung bleiben allerdings in Deutschland“, sagt Udo Tartler.
Den Mehrwert des Kunden im Blick
Als Hersteller von Dosier-, Misch- und Applikationsanlagen zeichnet sich TARTLER durch ein hohes Maß an Innovationsfreude und Kundenorientierung aus. Das Unternehmen stellt regelmäßig neue Lösungen für die moderne Kunstharz-Verarbeitung vor und bietet ein wachsendes Angebot an Serviceleistungen von der Fernwartung und der Ersatzteilversorgung über den Wartungs- und Umbauservice bis hin zum Site Acceptance Test (SAT), der bei der Inbetriebnahme einer Maschine direkt vor Ort beim Anwender zum Einsatz kommt. „Bei all unseren Entwicklungen haben wir stets den Mehrwert unseres Kunden im Blick“, betont Udo Tartler. ms
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Autor: Michael Stöcker, Freier Fachjournalist, Darmstadt