Oktober 2026
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Stärkung von Prozesseffizienz und Produktqualität

Der Kunststoffprofile-Hersteller SLS investiert kräftig in Maschinenpark und Logistik

Die kontinuierliche Modernisierung des Maschinenparks und die Optimierung der Abläufe in allen Bereichen des Unternehmens zählen seit jeher zu den KVP-Leitlinien von SLS. Noch vor dem Jahreswechsel wird der deutsche Profilhersteller daher erneut eine Reihe von Maßnahmen in Produktion, Werkzeugbau und Konfektionierung umsetzen. Sie werden sowohl der Prozesseffizienz und dem Kapazitätsausbau als auch der Qualitätssicherung zu Gute kommen. Die geplanten Vorhaben erreichen eine Gesamtinvestitionssumme von etwa 1,0 Million Euro.

Dahn, Oktober 2026. – Nachdem SLS in den letzten Monaten zahlreiche Projekte auf den Gebieten der Nachhaltigkeit und der Energieeffizienz umgesetzt hat, wendet sich die Unternehmensführung derzeit intensiv der Modernisierung seines Maschinenparks sowie der Optimierung verschiedener Prozesse in strategisch wichtigen Geschäftsfeldern zu. „Die Schwerpunkte unseres aktuellen Investitionsprogramms liegen in der Produktion, im Werkzeugbau sowie in der Konfektionierung und in der Lagerlogistik. Die Maßnahmen sind fein austariert und werden insgesamt zu einer abermals verbesserten Prozesseffizienz, einer höheren Produktqualität und zur Erweiterung unserer Fertigungskapazitäten führen“, berichtet Geschäftsführer Jan Leibrock. SLS dürfte damit weiter an Attraktivität als Profilzulieferer und verlängerte Werkbank für seine Kunden im Fenster- und Türenbau, im Trockenbau und in der Elektrotechnik sowie im Caravanbau und in der Verschattungstechnik gewinnen.

Neue Extruder und Erodiersysteme

Mit einem neuen Extruder wird das Unternehmen einen verfahrenstechnischen Bereich stärken, der seit Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnt: Die Co- bzw. Post-Co-Extrusion. Damit ist es möglich, ressourcenschonende Materialverbunde zu realisieren, bei denen der innere Kern eines Profils aus Recycling-Granulat gefertigt wird, während Neu-Granulat nur für die äußeren Sichtflächen zum Einsatz kommt. Auch funktionelle Mehrkomponenten-Profile aus verschiedenen formstabil-harten und weich-elastischen Kunststoffen lassen sich in der Co-Extrusion wirtschaftlich fertigen. Co-extrudierte Klassiker aus dem Sortiment von SLS sind beispielsweise Kunststoffprofile mit integrierten Dichtungen oder Scharnierfunktionen. Außerdem erhält die Produktion – sie besteht inzwischen aus 30 Extrusionslinien – zwei neue Kalibriertische. „Damit steigern wir die Effizienz und Leistungsfähigkeit unserer Kühlstrecken“, erläutert Jan Leibrock. 

Der hauseigene Werkzeugbau von SLS erfährt mit der Anschaffung von gleich zwei neuen Erodiersystemen einen deutlichen Modernisierungsschub. Um die Wartung der Werkzeuge zu optimieren und ihre Standzeiten zu erhöhen wird zudem eine neue Ultraschall-Reinigungsanlage installiert. „Auf diese Weise erzielen wir exzellente Reinigungsergebnisse, was die Haltbarkeit der Werkzeuge verbessert und sich positiv auf die Prozesssicherheit in der Produktion auswirkt. Beides sind Faktoren, die letzthin auch der Produktqualität dienen“, betont Jan Leibrock.

Ein weiterer Geschäftsbereich von SLS, der sich stetig wachsender Nachfrage erfreut, ist die kundenspezifische Konfektionierung der extrudierten Kunststoffprofile durch mechanische Bearbeitungen (Ablängen, Bohren, Stanzen, Fräsen, Lochen u.a.), die Zusammenstellung montagefertiger Kits oder das Kennzeichnen und Verpacken. Hier werden insbesondere durch die Umnutzung verschiedener Außenflächen die logistischen Abläufe optimiert. Fortan ist somit zum Beispiel die direkte und schnelle Beladung der Lkw durch Gabelstapler-Einsatz möglich. „Damit kommen wir dem Wunsch unserer Kunden nach kürzeren Lieferzeiten für unsere konfektionierten Kunststoffprofile nach“, sagt Jan Leibrock.

Blick voraus nach 2027

Auch für das kommende Jahr 2027 hat das Management von SLS schon die ersten Investitionen beschlossen. So werden beispielsweise zahlreiche Extruder einer energetischen Optimierung unterzogen. Außerdem befasst man sich in Dahn derzeit ausführlich mit der Frage, wie sich das Einsparpotenzial verschiedener Energiemanagement- und Energiespeichersysteme darstellt. ms

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Autor: Michael Stöcker, Freier Fachjournalist, Darmstadt