Nachhaltigkeitsprojekte setzen Effizienzpotenziale frei
Profilhersteller SLS ist zertifiziert nach ISO 14001 und treibt Prozessoptimierung voran
Die Realisierung von Nachhaltigkeitsprojekten und die Optimierung der Produktionsabläufe gehen bei SLS inzwischen Hand in Hand. Denn viele Maßnahmen, die die Ressourcen schonen und die Energieeffizienz verbessern, senken zugleich die Betriebskosten und dienen sowohl der Qualitätssicherung als auch der Modernisierung der Prozesse. Schritt für Schritt gewinnt das Unternehmen damit auch weiter an Attraktivität für seine Kunden im Fenster- und Trockenbau, in der Elektrotechnik, im Caravanbau und in der Verschattungstechnik.
Dahn, August 2026. – Das Unternehmen SLS gilt als Spezialist auf dem Gebiet der Extrusionstechnik und zählt zum Kreis der führenden Hersteller von Kunststoffprofilen. Insbesondere hat es sich einen Namen gemacht als Allrounder, der seine Kunden von der Produktentwicklung bis zur Serienfertigung begleiten kann. Darüber hinaus gehört es seit vielen Jahren zu den Leitlinien von SLS, neben der stetigen Modernisierung des Maschinenparks auch Maßnahmen der Nachhaltigkeit umzusetzen. Häufig tritt dabei zutage, wie eng beide Aspekte in der Praxis miteinander verwoben sind. „Ob wir unsere Extrusionsanlagen umrüsten oder den Materialeinsatz senken, ob wir die Wärmedämmung unserer Hallen oder die Medienversorgung optimieren – immer wieder zeigt sich, dass viele der primär ökologisch begründeten Maßnahmen zu Prozessverbesserungen und Kosteneinsparungen führen, die letzthin unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken“, sagt Geschäftsführer Jan Leibrock.
Nachdem SLS bereits im Frühjahr 2025 ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem eingeführt hatte und die Wärmeisolierung der Produktionshalle erneuern ließ, erfolgte einige Monate später die Montage von zwei neuen Photovoltaikanlagen. Parallel dazu wurden zahlreiche Extruder mit energieeffizienter Antriebstechnik ausgestattet und Anfang 2026 erhielt die Fertigung eine neue Kompressorenanlage. „Vor einigen Wochen haben wir schließlich den Medienverbrauch unserer Kühlwasserversorgung durch den Einsatz neuer, geregelter Pumpen deutlich gesenkt und unseren Stromeinkauf auf 100 Prozent Ökostrom umgestellt. Und vor einigen Tagen haben wir neue, energieeffizient arbeitende Erodiermaschinen für unseren hauseigenen Werkzeugbau bestellt“, erläutert Jan Leibrock.
Nachhaltigkeit als laufender Prozess
Beschlossene Sache sind inzwischen weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen, die im kommenden Jahr 2027 umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem der Ersatz der mit Diesel betriebenen Gabelstapler durch abgasfreie Elektrostapler und die weitere energetische Optimierung der Extruder. Wie Jan Leibrock berichtet, wird man außerdem „das Einsparpotenzial verschiedener Energiemanagement- und Energiespeichersysteme genauer durchleuchten, um hier eventuell weitere Investitionen zu tätigen“.
Für das Management von SLS ist die Umsetzung von Maßnahmen der Nachhaltigkeit kein kurzfristiges Strohfeuer, sondern ein langfristiges Programm der Unternehmenssicherung. Zumal größere Umbauten, technische Umrüstungen oder Neuinvestitionen in den Maschinenpark nicht alle gleichzeitig realisierbar sind, sondern meist nur Schritt für Schritt. „Als Soforteffekt zeigt sich dabei meist, dass wir damit schon die fortlaufend steigenden Produktionskosten dauerhaft abfedern können; viel entscheidender aber ist für uns der Gesamteffekt aller Maßnahmen in der Betrachtung über einen längeren Zeitraum“, sagt Jan Leibrock.
Häufig zeigt sich dann, dass Investitionen in die Nachhaltigkeit und in den Maschinenpark zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Werden sie systematisch geplant und konsequent umgesetzt, führen sie zu signifikanten Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen sowie Verbesserungen der Produktqualität. „Wir arbeiten schon seit vielen Jahren daran, unseren ökologischen Fußabdruck immer weiter zu verkleinern und die Ökobilanzen unserer Prozesse zu optimieren. Das hat bis heute zur Folge, dass unser Maschinen- und Anlagenpark immer auf dem neusten Stand der Technik ist, dass wir alle gesetzlichen Standards einhalten können und dass wir unsere Kunden mit qualitativ erstklassigen Kunststoffprofilen ausstatten können“, betont Jan Leibrock.
Breites Leistungsspektrum
Bei den Profilen, die SLS in kleinen und großen Losgrößen fertigt, handelt es sich um Massiv-, Hohlkammer-, Bau- und Sonderprofile aus verschiedenen technischen Kunststoffen (H-PVC, W-PVC, ASA, PE, PP, PS, ABS) sowie Blends, faserverstärkten Kunststoffen und WPC-Materialien. Häufig werden sie in der Mehrkomponenten-Co- und Post-Co-Extrusion hergestellt. Darüber hinaus kann das Unternehmen sowohl im Vorfeld der Produktion als auch in Konfektionierung und Service eine große Bandbreite an Leistungen anbieten. Sie unterliegen ebenfalls dem erwähnten Umweltmanagement-System nach ISO 14001.
Übrigens: SLS ist auch Premiumpartner von Rewindo. Diese Recycling-Initiative der deutschen Kunststoffprofil-Hersteller realisiert den Kreislauf wiederverwertbarer Materialien und gewährleistet, dass die Kunststoffe alter Fensterrahmen, -rollläden und -türen mehrfach genutzt werden. So lassen sich erhebliche Mengen CO2 einsparen. ms
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Autor: Manfred Stiller, Freier Fachjournalist, Darmstadt