Ausbildung wird digital
MiniTec entwickelt neuen Ausbildungsarbeitsplatz für praxisnahes und modernes Lernen
Die Anforderungen an Fachkräfte verändern sich mit der zunehmenden Digitalisierung industrieller Prozesse. MiniTec reagiert darauf bereits in der Ausbildung: Mit einem eigens entwickelten Ausbildungsarbeitsplatz und einer digitalen Lernplattform verbindet das Unternehmen klassische handwerkliche Qualifikation mit modernen Lernmethoden. An der sechseckigen Werkbank können sechs Auszubildende gleichzeitig arbeiten. Tablets ersetzen dabei künftig Ordner, Arbeitsblätter und weitere Ausbildungsunterlagen. Das Konzept zeigt den hohen Stellenwert, den die Ausbildung eigener Fachkräfte bei MiniTec besitzt. Es dient gleichzeitig als Beispiel für Kunden, für die MiniTec ähnliche Ausbildungsarbeitsplätze nach individuellen Vorgaben realisieren kann.
Schönenberg-Kübelberg, September 2026 – Gut ausgebildete Fachkräfte sind für Industrieunternehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor. MiniTec setzt deshalb seit vielen Jahren konsequent auf die Ausbildung im eigenen Haus und investiert gezielt in den eigenen Nachwuchs. Erst im Februar wurde das Unternehmen erneut von der Industrie- und Handelskammer (IHK) als Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. Gewürdigt wurden damit das kontinuierliche Engagement für den Fachkräftenachwuchs und die hohen Qualitätsstandards in der Ausbildung. Ergänzt wird das Engagement durch Kooperationen mit Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen in der Region.
Wie sich Ausbildung praktisch weiterentwickeln lässt, zeigt jetzt ein neuer Arbeitsplatz in der MiniTec-Lehrwerkstatt. Herzstück ist eine sechseckige Werkbank, an der sechs Auszubildende gleichzeitig arbeiten können. Jeder Platz verfügt über einen schwenkbaren Tablet-Halter. Bereits im ersten Ausbildungsjahr erhalten die Nachwuchskräfte ihr eigenes Tablet. Lernunterlagen, Aufgaben und Informationen stehen damit digital zur Verfügung – Papierordner werden weitgehend überflüssig.
Vom eigenen Nachwuchs entwickelt
Dass der neue Arbeitsplatz selbst aus der Ausbildung hervorgegangen ist, passt zum Konzept. Entwickelt wurde die Werkbank von Patrick Gorges, der bei MiniTec zunächst seine Ausbildung zum Mechatroniker absolvierte und sich anschließend zum staatlich geprüften Techniker für Mechatronik weiterbildete. Im Rahmen seiner Abschlussarbeit konzipierte er einen zukunftsfähigen Arbeitsplatz für die Lehrwerkstatt.
Ein wichtiges Ziel war eine bessere Nutzung des verfügbaren Raumes. Durch die sechseckige Bauweise finden auf derselben Stellfläche sechs statt zuvor vier Auszubildende Platz. Klapplift-Schraubstöcke können bei Bedarf ausgefahren und anschließend bündig in der Arbeitsplatte versenkt werden. Dadurch steht für andere Tätigkeiten eine große freie Arbeitsfläche zur Verfügung.
Ergonomie und 5S-Prinzip von Anfang an
Großen Wert legte MiniTec auch auf ergonomisches Arbeiten. Die Schraubstöcke lassen sich an unterschiedliche Körpergrößen anpassen, die Tablets sitzen auf höhenverstellbaren Schwenkarmen und können in eine günstige Arbeits- und Ableseposition gebracht werden.
Gleichzeitig wurde das in der Lehrwerkstatt etablierte 5S-Prinzip konsequent umgesetzt. Werkzeuge besitzen definierte Plätze, Schubladen verfügen über passgenaue Einlagen und Ablageorte sind eindeutig gekennzeichnet. Die Auszubildenden lernen dadurch bereits zu Beginn ihres Berufslebens strukturierte Arbeitsabläufe, Ordnung und effiziente Prozesse kennen. Die Werkbank basiert auf dem MiniTec-Profilsystem und kann bei Bedarf erweitert werden. Eine widerstandsfähige PU-Arbeitsplatte ist unter anderem schnittfest sowie beständig gegen Hammerschläge, Öle und verschiedene Chemikalien.
Individuelle Lernplattform statt Ausbildungsordner
Die zweite Säule des Konzepts bildet eine von MiniTec mit eigenen Inhalten aufgebaute digitale Lernplattform. Statt allgemeiner Standardkurse erhalten die Auszubildenden Lernmodule, die konkret auf Maschinen, Arbeitsplätze und Abläufe im Unternehmen zugeschnitten sind.
Zur Verfügung stehen bereits Grundlagen aus Metall- und Elektrotechnik, Informationen zu Werkzeugen und Maschinen sowie spezielle Kurse zur MiniTec-Verbindungstechnik. Bilder, Videos, Dokumente und Übungen lassen sich laufend aktualisieren. Übungen und Tests können mit Abgabefristen versehen und teilweise automatisch bewertet werden. Der Ausbildungsleiter kann dadurch den individuellen Lernfortschritt nachvollziehen und erkennen, an welchen Stellen Inhalte vertieft oder wiederholt werden sollten.
Lernen unabhängig von Ort und Zeit
Da die Plattform nicht an die Lehrwerkstatt gebunden ist, können die Auszubildenden auch zu Hause oder während ihrer Berufsschulphasen auf die Inhalte zugreifen. Gleichzeitig reduziert das digitale Konzept den Papierverbrauch erheblich. Ausbildungsunterlagen und Übungen müssen nicht länger für jeden Jahrgang mehrfach gedruckt und in umfangreichen Ordnern archiviert werden.
Mit dem neuen Ausbildungsarbeitsplatz führt MiniTec damit mehrere Aspekte seiner Unternehmensphilosophie zusammen: die Qualifikation eigener Fachkräfte, praxisnahes Lernen, Digitalisierung und den Einsatz des eigenen Profilsystems. Dass MiniTec Ausbildung als langfristige Investition betrachtet, zeigt auch die konstant hohe Ausbildungsquote sowie die Kombination aus Berufsschule und internem Werksunterricht. Der neue Arbeitsplatz macht sichtbar, wie sich klassische technische Ausbildung und digitale Wissensvermittlung sinnvoll miteinander verbinden lassen – und schafft damit moderne Bedingungen für die Fachkräfte von morgen. Er belegt zudem, wie flexibel das Arbeitsplatzsystem von MiniTec ist. Auf dieser Basis können auch für Kunden individuelle Arbeitsplätze für die Ausbildung wie auch für alle sonstigen Anforderungen realisiert werden.
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