November 2026
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Wo Hunderte von Teilen präzise zueinanderfinden

MARTIN positioniert sich als Partner für die Realisierung komplexer Blech-Baugruppen

Einfache Blechteile herstellen können viele. Geht es aber um die gezielte Transformation von Fräs- und Gusskomponenten zu gewichtsoptimierten Umformteilen oder um die Realisierung komplexer Baugruppen aus Hunderten hochgenauer Blechteile, dann sind echte Fertigungsexzellenz und umfassendes Montagetechnik-Knowhow gefragt. Mit beidem kann das deutsche Unternehmen MARTIN dienen, dessen breit aufgestelltes Leistungsspektrum derzeit zahlreiche Aufraggeber in Maschinenbau, Automobilbau, Bahntechnik sowie Luftfahrt- und Verteidigungstechnik nutzen.

Dietzenbach, November 2026. – Der deutsche Blechumformer MARTIN hat sich inzwischen als Zulieferpartner für viele Hersteller etabliert, die zur Komplettierung ihrer Geräte, Apparate oder Systeme geometrisch aufwändige und im Design hochkomplexe Baugruppen benötigen. Das können beispielsweise verwinkelte Gehäuse zum Einbau messtechnischer Module sein, extrem leichte Umhausungen für mobile Navigationssysteme oder maßgeschneiderte Kassetten für sensible Elemente der Halbleitertechnik. „Diese technisch anspruchsvollen Gehäuse bestehen mitunter aus Hunderten einzelner Blechformteile, die von uns mit hoher Präzision gefertigt und zu Baugruppen montiert werden, die sowohl auf die Abmessungen der Einbauten angepasst sind, als auch den Anforderungen der manuellen oder automatisierten Bestückung beim Kunden entsprechen“, sagt Firmenchef Christoph Martin. Bei alledem steht das Unternehmen dem Auftraggeber als Single-Source-Partner zur Seite, der über den Werkzeugbau, die Blechumformung und die Montage hinaus auch zahlreiche Vor- und Nacharbeiten übernimmt. Typische Beispiele dafür sind die Beratung bei der Materialauswahl, eine eventuell nötige umformtechnische Designoptimierung oder das Oberflächen-Finishing.

Große technologische Bandbreite

Der Maschinen- und Anlagenpark von MARTIN deckt eine enorme Bandbreite an Verfahren und Technologien der Blech- und Metallbearbeitung ab. Das Unternehmen verfügt über Tiefziehanlagen und Präzisionstanzmaschinen, kann Abkanten und Biegen, nutzt sowohl das Wasserstrahl- und Laserschneiden als auch die Feinlasertechnik, die Fünf-Achs-Bearbeitung und das High-Speed-Stanzen. „Je nach Bedarf und Anforderung erhalten viele Blechteile nach der Formgebung eine weitere Bearbeitung zur gezielten optischen oder funktionellen Veredelung der Oberflächen – sie werden zum Beispiel entgratet, sandgestrahlt, gebürstet, flachgeschliffen oder pulverbeschichtet“, sagt Christoph Martin. Für die Baugruppenmontage kommen dann verschiedene Schweißtechniken zum Einsatz sowie das Nieten, Pressen, Schrauben und Kleben. In der Qualitätssicherung setzt das Unternehmen unter anderem auf die 3D-Messstechnik, Zugfestigkeitsprüfungen und die Spektrometrie. Und sollte es der Kunde wünschen, so werden alle Blechteile und Baugruppen zu Kits konfiguriert sowie gelabelt, gebrandet und verpackt.

Auch hinsichtlich der Komplexität, der Anzahl der Teile und der Dimensionen einer Baugruppe sind die Grenzen bei MARTIN weit gesteckt. Kurz vor Auslieferung steht derzeit beispielweise ein 1,0 x 1,0 Meter großes Gehäuse, das aus über 200 Einzelteilen besteht, die so miteinander verbunden sind, dass sie der Konstruktion maximale Verwindungssteifheit verleihen. „Wenn es der Kunde wünscht, nehmen wir das Assembling einer solchen Baugruppe auch direkt auf einem bereitgestellten Transportgestell vor“, sagt Christoph Martin.

Value Engineering in Blech

Infolge der großen Auswahl an umform- und fertigungstechnischen Verfahren, dem hauseigenen Werkzeugbau und der hohen Produktionstiefe am Standort Dietzenbach verfügt MARTIN über einen Erfahrungsschatz und eine Knowhow-Basis, die ideale Bedingungen für ein Value Engineering im Sinne des Kunden bieten. „Allein durch die Kombination verschiedener Technologien und die mehrstufige Prozessierung können wir Baugruppen realisieren, die dem Kunden echten Mehrwert bringen – etwa, weil sie leichter, funktioneller, stabiler, wartungsfreundlicher oder besser zu bestücken sind“, erläutert Christoph Martin. Vielen Auftraggebern – etwa aus Luftfahrt und Wehrtechnik – bedeutet es viel, dass ihre Baugruppen auf diese Weise eine wertsteigernde Optimierung erfahren.

MARTIN verarbeitet unterschiedliche Stahlsorten, NE-Metalle, Verbundmaterialien und Kunststoffe. Blechformteile werden ab Losgröße 1 bis zu Großserien von einer Million Stück gefertigt; ihre Dicken können zwischen 5 µm und 20 mm liegen. Die Produktion erfolgt RoHS-, PFOS- und REACH-konform. Sie ist zudem geprägt von einer voranschreitenden Digitalisierung und der Umsetzung von Nachhaltigkeitsprinzipien. Das Unternehmen ist zertifiziert nach AS 9100:D sowie ISO 9001:2025 und ISO 14001:2015. Es ist Mitglied in der BoostAero International Association für erhöhte Cybersicherheit und hat produktspezifische Lieferantenfreigaben von Airbus, Airbus Helicopters, Safran und Rolls Royce. Weitere Zertifizierungen sind Air Cyber Bronze, Eco Vadis Bronze und CrefoZert. Zudem verfügt es über den Status „AEO“ für zugelassener Wirtschaftsbeteiligter (Zoll). ms

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Autor: Michael Stöcker, Freier Fachjournalist, Darmstadt

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