August 2026
  • EUROBLECH 2026/ Blechbearbeitung/ Schweißtechnik/ Arbeitsorganisation/ Produktionstechnik |

Ausgeklügelte Sorgenfrei-Lösung für die Schweißerei

Innovative Workstation von Apfel ermöglicht Optimierung der manuellen Schweißarbeiten

Laute Absauggeräte direkt am Ohr des Werkers, unproduktive Wegezeiten beim Suchen nach Schweißdrähten und am Boden alles voller Kabel und Schläuche – in den Schweißereien vieler blechbearbeitender Betriebe gehören solche Missstände immer noch zum Alltag. Dort aber, wo das Arbeitsplatzsystem von Apfel steht, sind die Schweißerplätze aufgeräumt, von Sicherheitsrisiken befreit und geräuscharm. Der Schweißer hat hier alle nötigen Medien und Aktoren im direkten Zugriff und kann sich optimal auf seine Kernaufgabe konzentrieren. Die Workstation von Apfel ist nicht nur ein fundamentaler Beitrag zu Prozessoptimierung und Arbeitssicherheit, sondern dient auch der Fehlervermeidung und Qualitätssicherung beim manuellen Schweißen.

Dossenheim, August 2026. – „In vielen blechbearbeitenden Betrieben erweisen sich die manuellen Schweißarbeitsplätze immer noch als Flaschenhals der Prozessoptimierung. Um den Unternehmen eine unkomplizierte und praxisnahe Möglichkeit zu bieten, die hier brach liegenden Effizienzpotenziale auszuschöpfen, haben wir den Schweißarbeitsplatz SAP entwickelt“, sagt Stefan Apfel, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens. Diese Workstation gehört zu den zentralen Themen von Apfel auf der diesjährigen EUROBLECH in Hannover. Es handelt sich um ein kompaktes, freistehendes und versetzbares System, das über zwei Gelenkarm-Ausleger von vier Metern Länge gleich zwei Schweißerplätze mit allen Medien und Aktoren versorgt, die unverzichtbar sind für das Handschweißen unter Anwendung klassischer Verfahren wie dem MIG/MAG-, WIG-, Lichtbogen- oder Autogenschweißen.

Am Messestand D148 in Halle 11 demonstriert der Betriebsausstatter an einem Modell, wie dieses multifunktionale Arbeitsplatzsystem sowohl die Druckluft- und Stromversorgung als auch die Schweißrauch-Absaugung von oben über die Ausleger in den direkten Aktionsradius des Werkers führt. Der Boden bleibt frei von Kabeln und Schläuchen und lässt sich daher problemlos befahren. Die Gelenkarm-Ausleger des SAP verfügen über Schweißrauch-Absaugschläuche mit integrierter Beleuchtung, je einen Abroller mit Stromkabel und Luftschlauch, ein Roboterleerrohr sowie Schläuche für Druckluft und Schutzgas. Im Mittelturm des Arbeitsplatzsystems integriert ist ein Werkzeugschrank – ebenfalls aus dem großen Apfel-Sortiment – und die Seitenwände haben Lochbleche zum Anbringen wichtiger Betriebs- und Arbeitsmittel. Oben auf dem Werkzeugschrank – in gehörschonendem Abstand zum Schweißer – thront hinter einer Lochblechklappe ein W3-zertifiertes Absauggerät mit automatischer Filterreinigung.

Modernisierungsschub fürs manuelle Schweißen

Die modulare Bauweise des SAP, die ergonomische Konstruktion und die technische Ausstattung wurden über die Jahre immer weiter verfeinert und sind das Ergebnis intensiver Praxisstudien und zahlreicher Arbeitsplatz-Analysen“, berichtet Stefan Apfel. Der aufmerksame Betrachter erkennt schnell: Bei dieser Workstation ist alles auf optimale Raumnutzung, maximale Bedienerfreundlichkeit und sichere Handhabung ausgelegt. Vor allem Betriebe, die große oder häufig wechselnde Bauteile bearbeiten, profitieren von der hohen Flexibilität des Systems und seiner stattlichen Arbeitsbreite von bis zu 13 Metern (je vier Meter Ausleger plus zwei Meter Absaugschlauch plus ein Meter Turmbreite).

Anders als laute Absauggeräte auf Rollen, die die Werker nur allzu oft links liegen lassen, garantiert das installierte W3-Absaugsystem ein Höchstmaß an Reinigungseffizienz und erlaubt zudem die Nutzung der Abluft zur Reduzierung der Heizkosten. Die Befreiung des Bodens von Kabeln und Schläuchen ist nicht allein ein Beitrag zur Arbeitssicherheit, sondern dient auch deren Werterhalt und lässt die Folgekosten – etwa für Reparatur und Kabelprüfung – schrumpfen. Zudem zeigt sich dieses Arbeitsplatzsystem offen für allerlei Optimierungen, die die Rüst- und Nebenzeiten reduzieren und zu einem Produktivitätsanstieg beim Handschweißen führen. Typische Beispiele dafür sind etwa der Einbau einer Ringleitung mit Bündeln von Gasflaschen – anstelle von Einzelflaschen – oder der Einsatz von 200 kg-Fassspulen anstelle von 15 kg-Schweißdrahtspulen. „Durch die sicherheitstechnische Risikominimierung, den realisierbaren Qualitäts- und Produktivitätsgewinn sowie den Entfall vieler Such- und Wegezeiten und reduzierte Reparatur- und Prüfkosten amortisiert sich unser Arbeitsplatzsystem meist sehr schnell“, sagt Stefan Apfel.

Neben dem freistehenden SAP-Basismodell gibt es eine Wandmontage-Variante mit großer Lochblechtafel in der Mittelsäule sowie komplett bestückte Solo-Ausleger zur Wand- oder Trägermontage. Außerdem bietet Apfel passend zur Workstation mobile Schweißtische mit Traglasten von je 1.800 kg, pneumatischer Höhenverstellung und großen Schubladen an. Ein großes Zubehörprogramm sorgt schließlich dafür, dass sich jeder SAP auch im Detail an die Wünsche des Kunden anpassen lässt. Beispielsweise mit einer am Ausleger andockbaren Lochblechbox für Werkzeuge – in der auch ein Schweißgerät Platz findet –, einer Steckdosenleiste mit FI-Schutzschalter, einem Schraubstock, einer Absaughaube, einem Gasflaschenhalter, weiteren Abrollern sowie Haltern und Adaptern. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt und lassen sich einfach anbringen. „Und wer uns kennt, der weiß: Als Entwickler und Hersteller haben wir immer ein offenes Ohr für kundenspezifische Sonderlösungen“, betont Stefan Apfel. ms

696 Wörter mit 5.539 Zeichen (inkl. Leerzeichen)

Autor: Michael Stöcker, Freier Fachjournalist, Darmstadt

 

Add-on: Weblink zu Apfel-Schweißarbeitsplatz

 

(Infobox I)

Clevere Idee verbessert Schweißqualität

Mit dem Apfel-Schweißarbeitsplatz sind Prozessoptimierungen umsetzbar, die unmittelbar zu besseren Schweißergebnissen führen. Allein schon die Überkopf-Befestigung kompakter Schweißgeräte an einem der beiden Ausleger bietet mehrere Vorteile:

> Hängt das Schweißgerät am Ausleger, verkürzt sich der Schlauchweg nach dem Rollenantrieb erheblich. Daraus folgt eine signifikante Verbesserung der Schweißqualität.

> Dank der Überkopf-Position des Schweißpakets sinkt der Kraftaufwand des Schweißers. Zudem befindet sich der On-Off-Schalter des Schweißgeräts nun in seiner direkten Nähe. Der Boden ist frei von Kabeln und Schläuchen, die sauber und geschützt in den Auslegern liegen.

> Zieht sich der Schweißer die Bedienelemente des Überkopf-Schweißgeräts (Brenner, Masseklemme u.a.) bei, folgt der Trichterschlauch der Absaugung automatisch – er kann also nicht mehr „übersehen“ werden.

115 Wörter mit 911 Zeichen (inkl. Leerzeichen)

 

(Infobox II)

Als lösungsorientierter Prozessoptimierer gefragt

Eine große Produktauswahl und eine hohe Beratungskompetenz – damit hat sich Apfel branchenübergreifend als lösungsorientierter Prozessoptimierer etabliert. Die stationären und mobilen Systemprodukte von Apfel zeichnen sich durch intelligentes Design, optimale Raumnutzung, einfache Handhabung und hohe Funktionalität aus. Dank ihrer hochwertigen Verarbeitung und langen Lebensdauer gelten sie zudem als überaus nachhaltige Problemlösungen für die Gestaltung moderner Arbeitsumgebungen in Industrie und Handwerk. Alle Produkte von Apfel sind darauf ausgelegt, einen signifikanten Beitrag zu leisten für die Materialfluss- und Lagerraumoptimierung, die Qualitätssicherung und die Ergonomie. Bekannte Firmen wie Stihl, Bosch, Linde, Trumpf, Voestalpine und die Meyer Werft setzen auf die Betriebseinrichtungen des Unternehmens.

103 Wörter mit 874 Zeichen (inkl. Leerzeichen)